Wer JETZT ein wenig Zeit in seine Gesundheit investiert, wird diese später nicht für Krankheiten benötigen. Vorbeugen kann man durch Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen, Verhaltensberatung und Chemoprävention. Laden Sie sich auch unsere ausführliche Checkliste herunter!

Dr. med. Tobias Frank

Einleitung

Kaufen wir uns ein neues Auto, lassen wir jährlich eine Inspektion machen. Wir prüfen regelmäßig Äußeres und Inneres und beachten die wichtigsten Daten, die uns im dynamischen Cockpit angezeigt werden. Alle zwei Jahre müssen wir zum TÜV, um die Verkehrstauglichkeit unseres Fahrzeuges überprüfen zu lassen. Geht es um unseren Körper, sind wir aber oft weniger genau …

Die Vorbeugung von Erkrankungen und körperlich-geistigem Verfall ist sehr wichtig. In der Medizin spricht man von Prävention. Es gibt vier klassische Hauptarten der Prävention:

  1. Impfungen
  2. Vorsorgeuntersuchungen
  3. Verhaltensberatung (manchmal auch als Lebensstiländerungen bezeichnet) und
  4. Chemoprävention.

In Deutschland werden regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen von allen Krankenkassen übernommen. Mit unseren Themenschwerpunkten gehen wir darauf oft intensiv ein. Wir empfehlen allerdings Vorsorgemaßnahmen, die weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten, wissenschaftlich-fundierten Präventionsmaßnahmen vor und geben Ihnen am Ende auch noch eine Checkliste an die Hand, mit der Sie den Zustand Ihres Köpers und Geistes prüfen können. Wir gehen davon aus, dass Sie Ihren Körper/Geist wie einen Porsche pflegen wollen …

Impfungen

In Deutschland werden Impfempfehlungen von der ständigen Impfkommission festgelegt (www.stiko.de). Für Menschen höheren Alters ab 60 Lebensjahren sind Auffrischimpfungen (Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten) und die jährliche Grippeschutzimpfung zu empfehlen.

Für Personen ≥ 60 Jahren wird als Schutz vor einer bakteriellen Lungenentzündung außerdem die einmalige Impfung mit dem 23-valenten Polysaccharid-Impfstoff (PPSV23) (Pneumovax 23) empfohlen (Pneumokokkenimpfung).

In Deutschland sind überdies zwei Impfstoffe gegen Herpes Zoster (HZ, Gürtelrose) für Personen ab 50 Jahren zugelassen und verfügbar: seit 2013 ein attenuierter Lebendimpfstoff (Zostavax) und seit 2018 ein adjuvantierter HZ-subunit-Totimpfstoff (Shingrix). Der Lebendimpfstoff wird nicht mehr empfohlen. Zur Verhinderung von HZ und Postherpetischer Neuralgie (PHN) empfiehlt die STIKO seit Dezember 2018 den adjuvantierten HZ-Totimpfstoff Shingrix als Standardimpfung für alle Personen ≥60 Jahren.

Impfkalender 2020

Lebensstiländerungen

Unser Blog beschäftigt sich neben medizinisch-wissenschaftlichen Inhalten vor allem mit einem gesunden Lebensstil, um gesund und stark alt zu werden. 5 Faktoren beeinflussen unsere Lebenserwartung und -qualität: Schlaf, Ernährung, soziale Kontakte, Stress, körperliches Training ([Link] zur Studie).

Wir haben ein Akronym entwickelt, mit der Sie sich die wichtigsten Lebenstilmaßnahmen merken können – das A-K-T-I-V:2 – Rezept:

A – Achtsamkeit
K – Kontrolliertes, genussvolles Essen
T – Tägliches Athletiktraining
I – Intensive soziale Kontakte
V – Vernünftiger Schlaf
V – Variable Faktoren

Sie finden in unserem Archiv viele kürzere und längere Artikel zu den o.g. Maßnahmen!

Im Prinzip des Dualismus gibt es neben der Via Positiva, also der additiven Behandlung (z. B. Verabreichung von Medikamenten) auch die Via Negativa, eine subtraktive Behandlung. Sie wären also schlecht beraten, wenn Sie nur Maßnahmen hinzufügen, die Ihnen guttun. Wichtig ist auch die Vermeidung der wichtigsten schädlichen Verhaltensweisen:

  • Nikotin
  • Alkohol
  • übermäßige Sonneneinstrahlung

Chemoprävention

Immer wieder wird untersucht, ob die regelmäßige Einnahme von bestimmten Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln Krankheiten verhindern können. Um es klar abzugrenzen: es geht nicht um die Vorbeugung erneuter Erkrankungen wie eine Blutverdünnung nach einem Schlaganfall. Es geht um die Vorbeugung bevor eine Erkrankung entsteht.

Die bekanntesten Vertreter sind Acetlysalicylsäure (ASS, Aspirin), Nahrungsergänzungsmittel und Metformin.

Aspirin als Primärprävention

In einigen Erwachsenen kann der Nutzen von Aspirin zur Primärprävention den Schaden (hauptsächlich Blutungen) übersteigen, während bei anderen der Schaden den Nutzen übersteigen kann. Bei den meisten Menschen dürften Nutzen und Schaden in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Daher kann keine Empfehlung für oder gegen Aspirin ausgesprochen werden.

Nahrungsergänzungsmittel

In unseren Artikeln besprechen wir molekulare Mechanismen und Wirkungen von Stoffen. Sie finden sich oft in natürlichen Nahrungsmitteln wie Olivenöl, Nüsse oder rote Zwiebeln. Es liegt natürlich nahe, tgl. eine Multi-Mikronährstofftablette einzunehmen, um gesund alt zu werden oder sogar rückwärts zu altern (Reverse aging). Auch, wenn die Mechanismen plausibel sind, kann man diese Strategie nicht pauschal empfehlen. Es ist nicht erwiesen, dass Multivitamin- und Mineralstoffzusätze für die meisten Menschen einen zusätzlichen Nutzen zu einer ausgewogene, gesunde Ernährung bieten.

Anders sieht es aus, wenn man die Versorgung mit Mikronährstoffen individuell prüft. Also messen – ausgleichen – wieder messen! Wir sehen für bestimmte Vitamine beispielsweise im höheren Alter regelmäßig zu niedrige Spiegel von Vitamin B12, Folsäure und Vitamin D. Auch für Menschen mit bestimmten Erkrankungen, z. B. nach Bauchoperationen, sind gezielte Messungen sinnvoll.

Bei der Beurteilung eines Vitaminmangels sind die Testergebnisse nützlich, wenn sie eindeutig hoch oder niedrig sind. Die Bedeutung eines „normalen“ Wertes ist jedoch ungewiss. „Normal“ wird durch den Bereich definiert, der in der Allgemeinbevölkerung üblichen ist. Viele Menschen können jedoch trotzdem eine suboptimale Zufuhr haben, und ein „normaler“ Wert kann tatsächlich ein Mangelniveau bei einer bestimmten Person darstellen. Hier gilt es, neben einem guten Labor auch einen erfahrenen Arzt/-in zu finden, der die Ergebnisse sinnvoll interpretieren kann. Allgemein empfehlen wir eher hochnormale Vitamin- und Mineralstoffspiegel.

Metformin

Metformin ist ein Diabetesmedikament, das durch verschiedene molekulare Mechanismen Alterungsprozesse verlangsamt. Eine retrospektive Analyse von Patienten mit Diabetes, die Metformin erhielten, zeigte eine erhöhte Lebenserwartung im Vergleich zu Personen ohne Diabetes. Daher ist eine große Studie mit Metformin geplant (Targeting Aging with MEformin (TAME)-Studie). Sie schließt 65- bis 80-jährigen Personen ohne Diabetes ein. Noch ist die auf 6 Jahre angelegte Studie nicht gestartet, da die Finanzierung über 55 Millionen Dollar noch nicht gesichert ist ([LINK]). Große Pharmaunternehmen beteiligen sich nicht, da für Metformin der Patentschutz abgelaufen ist und somit nicht mehr teuer verkauft werden kann.

Vorsorgeuntersuchungen

Krebsscreening

In Deutschland gibt es ein gesetzliches Krebsfrüherkennungsprogramm, auch Krebsscreening oder Krebsvorsorge genannt. Jeder kann ab einem bestimmten Alter daran teilnehmen. Das Programm umfasst Untersuchungen zur Früherkennung von fünf verschiedenen Krebsarten: Brustkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Hautkrebs und Prostatakrebs. Der Gesetzgeber erhofft sich von dem Programm, dass es die Krebssterblichkeit in Deutschland senkt.

Krebsfrüherkennungsprogramm

Wenn der Arzt ein Screening-Verfahren einleitet, sollte er schlüssige Beweise dafür haben, dass das Screening den natürlichen Krankheitsverlauf bei einem erheblichen Teil der untersuchten Patienten verändern kann

Archie Cochrane und Walter Holland, 1971

Gemeinsamer Bundesausschuss (GBa) und das Institut für Qualität und Wissenschaft in der Medizin (IQWIQ) prüfen regelmäßig die aktuelle Studienlage zu den Effekten von Vorsorgeuntersuchungen und Behandlungen. In Deutschland sollte man den Ergebnissen dieser Prüfungen und den entsprechenden Empfehlungen folgen. Am Beispiel von Brustkrebs und des Prostatakrebs soll im Folgenden dargelegt werden, wie schwierig es aber sein kann, solche Empfehlungen auszusprechen.
Ärztliche Methoden sollten nur dann zur Anwendung kommen, wenn der zu erwartende Nutzen für die Gesundheit sehr hoch ist und wenn dieser Nutzen ganz klar den potenziellen Schaden übersteigt. – Nassim M. Talib, Antifragilität.

Brustkrebs

Es gibt mehr wissenschaftliche Beweise im Zusammenhang mit der Früherkennung von Brustkrebs als für jede andere Krebsart. Mit der Früherkennung sind sowohl erhebliche Vorteile als auch ein erhebliches Schadensrisiko verbunden. Eine systematische Übersicht aus dem Jahr 2016 analysierte die Verminderung des Sterberisikos durch Früherkennungsprogramme. Es teilte die Wahrscheinlichkeit nach dem Alter der Teilnehmerinnen ein. Bei mindestens 11 Jahren Nachbeobachtung war das gepoolte relative Risiko an Brustkrebs zu sterben:

  • für Frauen im Alter von 39 bis 49 Jahren nicht signifikant gesenkt,
  • für Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren um 14 % gesenkt und
  • für Frauen im Alter von 60 bis 69 Jahren um 33 % gesenkt.

Was kann zu einem Schaden beim Brustkrebsscreening führen?

Überdiagnose: liegt vor, wenn beim Screening ein Brustkrebs festgestellt wird, der ohne diese Entdeckung zu Lebzeiten der Frau keine Folgen auf die Gesundheit gehabt hätte. Schätzungen für Überdiagnosen bei Brustkrebs reichen von 10 Prozent oder weniger bis zu über 50 Prozent aller Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wurde. Fast alle Patientinnen mit der Diagnose Brustkrebs erhalten aber, unabhängig von ihrem Stadium, eine Operation, mit oder ohne Strahlentherapie und oft auch eine Chemotherapie.

Falsch-positives Mammographie-Ergebnis: Bei jeder Frau, deren Leben durch die Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) gerettet wird, werden viele Frauen falsch-positive Mammographien erhalten. In den Vereinigten Staaten sind etwa 10 Prozent der Mammographie-Screeninguntersuchungen falsch positiv. Nach einem Jahrzehnt jährlicher Vorsorgeuntersuchungen haben etwa 50 Prozent der Frauen ein falsches Positiv erlebt. In anderen Ländern schwankt die Falsch-positiv-Rate ja nach Land zwischen 5 %-57 %.

In Zusammenschau aller Daten ist ein Brustkrebsscreening sinnvoll. Eine Mammographie sollte erst ab dem 50. Lebensjahr durchgeführt werden. Ein früheres Screening macht vor allem bei einer familiären Belastung Sinn.

Prostatakrebs

Ab 45 Lebensjahren empfiehlt der Krebsinformationsdienst ein digital-rektales Abtasten der Prostata zur Vorsorge des Prostatakrebs. In anderen Ländern wird ein Labortest eingesetzt – die Prüfung des Prostata -spezifischen Antigens (PSA). Dabei werden Männer mit einem PSA-Wert über 7 ng/mL ohne weitere Tests zur Beurteilung an einen Urologen überwiesen. Bei Männern mit einem PSA-Wert zwischen 4 und 7 ng/mL wird der PSA-Test einige Wochen später wiederholt und nur Männer mit einem wiederholten PSA-Wert >4 ng/mL sollten zur Beurteilung an einen Urologen überwiesen werden.

Warum wird der PSA-Test in Deutschland nicht als Screening eingesetzt?
Es gibt keinen konkreten PSA-Wert, mit dem einige Prostatkarzinome in einem heilbaren Stadium nicht verpasst werden. International wird ein Grenzwert von 4 ng/ml angesetzt. In einer Studie fanden sich nach 7 Jahren bei 15,2 Prozent der Männer mit PSA-Werten <4 ng/ml trotzdem ein Prostatakrebs. Davon hatten 1,6 Prozent der Männer ein hochgradiges Stadium.
Ähnlich wie bei der Mammographie kommt es überdies zu falsch-positive Ergebnissen mit der Folge unnötiger Prostatabiopsien, die auch wiederum Schaden erzeugen können.
Weiterhin wird geschätzt, dass PSA-Erhöhungen klinischen Manifestationen von Prostatakrebs um 5 bis 10 oder mehr Jahre vorausgehen können. Viele Männer „überleben“ ihr Prostatakrebs ohne Behandlung einfach.

Deutsche Fachgesellschaften haben sich darauf geeinigt, dass bei folgenden Ergebnissen des Bluttests eine Gewebeentnahme (Biopsie) zur weiteren Abklärung notwendig ist:

  • bei einem PSA-Wert über 4 ng/ml, der in einer zweiten Messung bestätigt wurde
  • bei einem PSA-Wert, der im Laufe mehrerer Messungen deutlich ansteigt
    Die regelmäßige Messung des PSA macht am ehesten bei älteren Männern Sinn, die eine Lebenserwartung von mehr als 5–10 Jahren haben.


Künftig könnte sich das Vorgehen beim PSA-Test am persönlichen Risiko des jeweiligen Mannes orientieren. Studien haben gezeigt: Ein Parameter, der das Risiko an fortgeschrittenem Prostatakrebs zu erkranken vorhersagen könnte, ist der PSA-Wert in jüngeren Lebensjahren (Mitte bis Ende 40). Die Höhe dieses sogenannten Basis-PSA (z. B. < 1 ng/ml) könnte dann herangezogen werden, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. In ähnlicher Weise ergab eine Fall-Kontroll-Studie, dass ein PSA-Wert ≤1 ng/ml im Alter von 60 Jahren mit einem extrem niedrigen Risiko der Krebsstreuung von Prostatakrebs (0,5 Prozent) oder des Todes durch Prostatakrebs (0,2 Prozent) bis zum Alter von 85 Jahren verbunden war.

Kardiovaskuläres Screening

Kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle sind in Industriestaaten immer noch die Haupttodesursache. Das Risiko an einer Herz-Kreislauferkrankung kann man kalkulieren. Für Europa empfiehlt sich der [QRISK®3-2018 risk Calculator].

Zur Vermeidung von Herzkreislauferkrankungen empfehlen sich oben genannte Lebensstiländerungen. Vor allem ein erhöhter Blutdruck und erhöhte Fettwerte müssen optimal eingestellt werden. In 30 % der Bevölkerung findet sich ein unbehandelter Bluthochdruck. Dabei sind die Grenzwerte inzwischen deutlich strenger geworden. Ziel sollte bei Menschen < 80 Lebensjahren ein Blutdruck von 120–125 / < 80 mmHg sein. Eine zu straffe Blutdruckeinstellung führt allerdings bei älteren Menschen > 80Lebensjahre zu einer erhöhten Sterblichkeit und sollte daher nicht so streng eingestellt sein.

Auch die im Blut messbaren Fettwerte sind wichtig. Es besteht allgemein ein Konsens darüber, dass das Nicht-HDL-Cholesterin (Gesamtcholesterin minus HDL-Cholesterin) oder das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin ein besserer Prädiktor für das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen ist als das LDL-Cholesterin allein. Die Messung der Triglyceride ist zusätzlich wichtig, um Personen zu identifizieren, die möglicherweise spezifische Behandlungsmaßnahmen erfordern. Wie beispielsweise Diabetes, Steatose oder eine nichtalkoholische Fettleberkrankheit; sehr hohe Triglyceridwerte sind ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Mentales Screening

Vergesslich sind wir alle. Wo aber hört normale Vergesslichkeit auf? Wie macht sich Demenz bemerkbar? Erst wenn mehrere Warnzeichen auftreten, besteht ein Verdacht auf eine Demenzerkrankung. Entscheidend ist, dass es sich um Veränderungen im Vergleich zu früher handelt. Hier finden Sie die typischen Symptome, an denen Sie eine beginnende Demenzerkrankung, z. B. Alzheimer, erkennen können.
In diesem Artikel haben wir bereits die 12 Faktoren vorgestellt, die die Entwicklung einer Demenz beeinflussen können.

Psychisches Screening

Psyche und Gesundheit sind auf vielfältige Art und Weise miteinander verknüpft. Bei der Beurteilung psychischer Belastungen ist die eigene Einschätzungen in der Regel schon ausreichend. Ergänzend können Sie sich selbst fragen:

A. Sind Sie mit Ihrem Leben grundsätzlich unzufrieden?
B. Langweilen Sie sich oft?
C. Fühlen Sie sich oft hilflos?
D. Ziehen Sie es vor, zu Hause zu bleiben, anstatt auszugehen und neue Dinge zu entdecken?
E. Fühlen Sie sich ziemlich wertlos, so wie Sie jetzt sind?

Falls 2 oder mehr Fragen mit JA beantwortet werden, sollte man sich weiterführenden Expertenrat einholen. Eine gute Quelle ist die Deutsche Depressionshilfe.

Gesetzlicher Gesundheits-Check-up

In Deutschland werden regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen empfohlen. Ihr Hausarzt sollte Sie beraten und untersuchen. Er sollte auch Empfehlungen zur Prävention von Krankheiten geben. Ggf. schlägt er bestimmte z. B. Kurse zur Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung, Informationen zu den Risiken des Rauchens und einem gesundheitsgerechten Umgang mit Alkohol vor. Sie und die Krankenkasse sollten diese Empfehlung schriftlich von Ihrem Arzt bekommen.

Die allgemeinen Check-ups werden durch fachärztliche Vorsorgen ergänzt. Z. B. das Brustkrebsscreening bei der Frauenärztin.Art und Ausmaß der Vorsorgeuntersuchungen sind nach Alter gestaffelt.

18-34 Jahre

Zwischen 18 und 34 Jahren zahlt die Kasse eine einmalige Gesundheitsuntersuchung. Dabei werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Erhebung der Anamnese mit Fragen zu eigenen Vorerkrankungen sowie zu Erkrankungen innerhalb der Familie.
  • Überprüfung des Impfstatus.
  • Körperliche Untersuchung, einschließlich einer Messung des Blutdrucks.
  • Blutfettwerte und der Nüchternblutzucker getestet, wenn ein familiäres oder persönliches Risiko besteht.

Ab 35 Jahren

Ab 35 Jahren zahlt die Kasse regelmäßig alle drei Jahre eine Gesundheitsuntersuchung. Dabei werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Alle Untersuchungen wie zwischen 18-34 Jahren.
  • Untersuchung bestimmter Blutwerte (Gesamtcholesterin, LDL- und HDL-Cholesterin, Triglyceride) und des Nüchternblutzuckers.
  • Untersuchung des Urins (Harnstreifentest mit Bestimmung von Eiweiß, Glukose, roten und weißen Blutkörperchen sowie Nitrit).
  • Auch das Hautkrebs-Screening zur Früherkennung von weißem und schwarzem Hautkrebs kann in Verbindung mit dem Check-up durchgeführt werden.

Männer ab 65 Jahren

  • Alle Untersuchungen wie zwischen 18-34 und ab 35 Jahren.
  • Seit Januar 2018 können Männer ab 65 Jahren zudem einmalig eine Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung eines Bauchaortenaneurysmas, also einer Erweiterung der Bauchschlagader, in Anspruch nehmen.

Checkliste Aktiv-Check-up von aktivesalter.com

Finden Sie hier eine Checkliste als PDF zum Ausdruck, die alle Parameter für ein gesundes und aktives Leben enthält:

Unser Check-up ergänzt die gesetzlichen Check-ups und geht damit weit über die Leistungen hinaus, die die gesetzlichen Krankenkassen anbieten.

Er enthält:

  • Körpermesserwerte
  • Laborwerte
  • Kardiometabolischer Score
  • Körperliche Fitnessdaten
  • Mentale und psychische Fitnesswerte

Prüfen Sie Ihre Lebenskraft ein Mal pro Jahr. Mindestens aber zu den gesetzlich vorgeschlagenen Gesundheitschecks. Lassen Sie die Laborwerte vom Hausarzt abnehmen, wenn er den Gesundheitscheck macht. Ggf. müssen Sie selbst einen kleinen Teil der Kosten tragen (Individuellen Gesundheitsleistungen – kurz IGeL).

Je mehr Punkte Sie erreichen, desto besser. Maximal sind 31 Punkte möglich. Konzentrieren Sie sich zunächst auf die fett gedruckten Werte. Versuchen Sie jährlich die Punktzahl zu erhöhen. Aber lassen Sie sich nicht demotivieren! Sehen Sie die Liste als Chance zu erkennen, an welchen Stellschrauben Sie drehen sollten.

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